Dbrand Skins Review anhand des Nexus 5X

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von Gerhard Petermeir
Veröffentlicht am: 01.03.2016 08:27, zuletzt aktualisiert am: 01.03.2016 08:34

Dbrand Skins Review anhand des Nexus 5X

Die smarten Klebehüllen von dbrand erfreuen sich steigender Beliebtheit. Anstatt einer klobigen Hülle kommt einfach eine Millimeter dünne Schicht aus speziellem Kunststoff auf das Smartphone und schon das das Gerät – theoretisch – gut geschützt.

Viele schwören mittlerweile auf die dünnen Folien und wohl einer der bekanntesten Verfechter ist der Tech-Videoblogger Marques Brownlee – der, eigenem Store sei dank – an den Skins mittlerweile auch schon mitverdient. Ist seinem Urteil also zu trauen? Ausprobieren kann man ja mal – in meinem Fall Anhand des LG Nexus 5X.

Bestellung und Lieferung

Hat man im Shop von dbrand das eigene Gerät gefunden (nicht für jedes Gerät sind Skins verfügbar) bietet sich eine große Auswahl an Farben und Mustern an. Man kann sich sein Skin nach belieben zusammenstellen. Mir war lediglich die Rückseite, Seite und Kamera wichtig. Auf die Front konnte ich verzichten und das ausgeschnittene Nexus Logo war für mich ebenfalls nicht notwendig. Mit etwas über 15 $ hat man das eigene Paket zusammengestellt. Zusätzlich schlägt der internationale Versand mit 5 $ noch kräftig zu Buche und in Summe kommen dann doch etwas über 20 $ (etwas unter 20 € aktuell) heraus – also ähnlich oder sogar mehr, wie bei normalen Hüllen und Cases.

Inhalt und Beklebung

Der Postweg dauert einige Tage, ging aber flott. Das „Paket“ kommt als Brief und hat daher keine Sendungsnummer. Alles ist aber ausreichend verpackt, den Link zur Anleitung (einem Video) gibt es auch und ein kostenloses, kleines Mikrofasertuch lag bei. Zusätzlich zu diesen Utensilien benötigt man nur noch einen Haarfön, sodass das (offensichtlich) wärmeempfindliche Material sich schön anschmiegt und glättet.

Das Anbringen ist zwar etwas Kleinarbeit, es ist aber mit etwas Geduld schaffbar. Man hat auch mehrere Versuche. Die Folie lässt sich nämlich leicht ablösen und nochmal ansetzen, solange man sie noch nicht völlig festgedrückt hat. Folgt man der Videoanleitung Schritt für Schritt ist die Sache innerhalb von maximal 30 Minuten erledigt. Es schadet nicht, etwas nachzuföhnen und mit dem Mikrofasertuch die Kanten mehrmals nachzufahren. Und tatsächlich, es hält.

Leider sind viele Teile jedoch sehr klein gehalten. Die Rahmenbeklebung passte trotz 3 verschiedener Ersatzgrößen zum Beispiel nicht perfekt und lies ca. einen halben Millimeter frei. Einige Geräte brauchen wiederum nur zwei Klebeteile, hier sollte das Skin problemloser halten, als beim Nexus 5X, bei welchem ich für die Rückseite, Seite und Kamera allein schon 5 Klebesteile erhielt.

Die Praxistauglichkeit

Das Skin gibt etwas (aber nur wenig) mehr Grip – wobei gerade dieser Punkt stark vom Gerätematerial abhängt. Reines Metall wird durch ein Skin sicherlich griffiger werden. Bei dem ohnehin schon gummiartigen Gehäuse des Nexus 5X ist kaum noch ein Unterschied spürbar. Das Skin bleibt jedoch unauffällig (oder auffällig bunt, wenn man es so gewählt hat) und tut was es tun soll.

Allerdings sind die Ecken des Skins durchaus ein Problem. Während es in Summe gut gehalten hat, hat sich am Kopfhörerausgang bereits nach einigen Wochen eine kleine Ecke gelöst. Minimal. Aber doch. Das ewige Herausziehen und Hineinstecken in die Hosentasche war dann doch etwas zu viel. Wegschneiden half und es fehlte ein kaum merkbarer Millimeter. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Kanten kleine Schmutzmagneten sind. Schließlich schaut der Kleber beim Anbringen etwas über die Kanten und man merkt besonders beim Entfernen des Skins, dass sich anfänglicher Schmutz dort gesammelt hat.

Fazit

Zusammenfassend bleibt ein gespaltenes Bild übrig. Jeder kann und soll für sich selbst entscheiden, ob er die dünne, schmale Optik des Smartphones erhalten will (mit unauffälligem Skin) oder dem Gerät sogar seine eigene Note verleihen möchte (mit bunten Skin). Dann kann man sich ein passendes Skin von dbrand kaufen. Schließlich hält es gut, ist hochwertig verarbeitet und in Summe eine sehr gute Idee.

Ist die Optik nicht so wichtig steht aber dafür der Schutzgedanke im Vordergrund, geht nichts über ein klassisches Case bzw. eine Hülle. Schließlich bietet die dünne Folienschicht lediglich kleinen Kratzern Paroli und sicherlich kaum Schutz gegen Herunterfallen und andere Stöße oder Schläge. Wie so oft bleibt es eine Frage der persönlichen Präferenz. Ich habe das Skin nach ca. 2 Monaten übrigens wieder entfernt und mir das Adopted Case aus dem Google Store geholt. Wer aber ohnehin lieber ohne Schutz unterwegs ist und/oder seinem Gerät einen gewissen Farbton verleihen will, macht mit den dbrand Skins nichts falsch.




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