Was wir unbedingt aus der Corona Krise mitnehmen sollten.

Leben
von Gerhard Petermeir
Veröffentlicht am: 03.04.2020 10:05, zuletzt aktualisiert am: 03.04.2020 10:06

Was wir unbedingt aus der Corona Krise mitnehmen sollten.

Natürlich war und ist die Corona Krise eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft und die Wirtschaft. Doch besonders in diesen schwierigen Zeiten zeigen viele auch unternehmerische Kreativität, persönliche Veränderung oder sogar staatliche Innovation. Diese 5 Veränderungen sollten wir daher auch in Zukunft beibehalten.

Baumärkte und Einkaufszentren liefern ihre Waren selbst

Je öfter ich im Baumarkt einkaufe, desto schwieriger finde ich es alle Waren nach Hause zu bekommen. Das Holz wird länger, die Säcke schwerer, das Auto zu klein. Zwar haben die meisten Baumärkte bereits einen Online-Shop, dieser liefert aber nur Kleinzeug mit der Post. Manchmal konnte man sich auch bisher einen Transporter ausborgen, oder man beißt in den sauren Apfel und zahlt die teure LKW Lieferung. Mit dem Öffnungsverbot vor einigen Wochen hat sich dies allerdings geändert, die lokalen Märkte haben angefangen Bestellungen entgegenzunehmen und mit eigenen Fahrzeugen auszuliefern. Ich denke auch nach der Krise zahlt sich ein fahrender Mitarbeiter aus, der den ganzen Tag Bestellungen ausliefert. (Gerne auch gegen eine kleine Versandgebühr von, sagen wir, 5 €.)

Und auch Einkaufszentren beginnen zu liefern. Hier sammeln sich viele Geschäfte auf engem Raum, ein fahrender Lieferbote für alle Geschäfte in einem Einkaufszentrum kann sich hier also durchaus auch in Normalzeiten auszahlen.

Wer krank ist, Gesichtsschutz anziehen

Ab sofort gilt ein Maskenpflicht in Supermärkten zum Schutz vor einer Tröpfcheninfektion mit dem Coronavirus. Endlich, wie ich meine. Doch auch das können wir in die nächsten Jahre mitnehmen. Wer krank ist, hustet und Schnupfen hat sollte im öffentlichen Raum einen Gesichtsschutz anziehen (oder gleich zuhause bleiben!). So verhindert jeder einzelne stark die Verbreitung seiner eigenen Erkrankung. Die Folge: weniger Krankheiten, weniger Krankenstände, höhere Lebensqualität.

Rezepte per Telefon

Ich habe gedacht, die Welt steht nicht mehr lange. Um dem Ansturm auf die Arztpraxen Herr zu werden, können seit einigen Wochen Rezepte per Telefon bestellt werden und diese werden dann an die jeweilige Apotheke gemailt und gefaxt. Doch auch in normalen Zeiten müssen viele Personen regelmäßig zum Arzt gehen um sich Rezepte für eine Dauermedikation abzuholen. Auch dann stehen sie im Warteraum mit anderen Kranken und könnten sich infizieren. Das digitale Rezept sollte also schnell zur Gewohnheit werden und auch in Normalzeiten rasch und unbürokratisch funktionieren ohne der regelmäßigen Stippvisite am Arzt Empfang. Und wenn wir ganz mutig werden: sind die Rezepte übrigens erst einmal digital, könnten ja auch online Apotheken darauf zugreifen.

Medizinische Beratung am Telefon

Nicht nur gibt es aktuell eine Gesundheitshotline, auch Ärzte sollen vorweg mit dem Patienten am Telefon abklären, ob der Weg in die Ordination notwendig ist. Was sich als Schutzmaßnahme gegen COVID-19 eignet, stellt sich auch als gängiger Weg für den Alltag heraus. Denn oftmals ist gerade auch der Hausarzt auch in beratender Funktion für seine Patienten da. Diese Beratung braucht aber oft keinen persönlichen Kontakt in der Ordination. Macht man es schlau, wäre diese telefonische oder vielleicht sogar digitale Beratungsstunde mit dem Hausarzt langfristig nicht nur ein guter Schutz für die eigene Gesundheit sondern auch eine Entlastung für die Hausärzte.

Home office

Da habe ich jetzt ein lustiges Bild gesehen, “it seems all the non-essential people were causing all the traffic jams”. Ein Funken Wahrheit steckt jedoch drinnen. Wie notwendig ist es, dass jemand fünfmal pro Woche in die Arbeit fahren muss, wenn er genauso gut im Homeoffice arbeiten kann. Die Krise hat gezeigt, dass viel mehr Menschen im Homeoffice arbeiten könnten. Bleibt jeder der aktuell auf Zwangs-Homeoffice ist auch später nur einen Tag pro Woche zu Hause, reduziert sich der Berufsverkehr wahrscheinlich sogar im zweistelligen Prozentbereich. Das Ergebnis ist eine höhere Lebensqualität für die Arbeitnehmer und eine günstige und effiziente Umweltschutzmaßnahmen.

Kennt ihr selbst positive Nebeneffekte der Coronakrise, die wir in die Zukunft mitnehmen sollen? Hinterlasst einen Kommentar!



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