Wireless Charging nachrüsten - Nillkin Magic Pad review

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von Gerhard Petermeir
Veröffentlicht am: 23.11.2018 19:46, zuletzt aktualisiert am: 03.12.2018 17:31

Ich dachte nicht, dass der folgende Satz einmal über meine Lippen kommen wird. Aber ich bin neidisch auf Samsung Besitzer. Aber nur in einer Hinsicht, das Wireless Charging. Als OnePlus 5T Besitzer bin ich über meine Near-Stock Android Oberfläche deutlich glücklicher als über das - meiner Meinung noch immer - missglückte TouchWiz. Lieber Google Assistant als Bixby. Lieber saubere Installation, als duplikate Apps. Aber Wireless Charging, das wäre schon schön.

Da kommt mir plötzlich eine Idee. Möglicherweise kann man es ja nachrüsten. Und tatsächlich: mit dem Nillkin Magic Pad Wireless Qi Charging Receiver. Ein kleines Pad, dass man in den USB Schacht seine Smartphone steckt, Case darüber und schon hat man Wireless Charging quasi nachgerüstet.

Dazu habe ich mir im Doppelpack 2 Wireless Charger von Yootech (Model F500) gekauft und war gespannt auf die Ergebnisse. Die Installation geht erwartungsgemäß einfach. Einfach einstecken. Ein Klebestreifen liegt auf dem Pad, damit auf die Rückseite des Smartphones kleben, Case darüber und fertig. Durch das Case steht der Stecker nur unmerklich heraus. Positiver Nebeneffekt: Der USB Steckplatz wird nun auch vor Staub und Spritzwasser geschützt. Das Pad ist auch sehr dünn und daher wird das Handy nur unwesentlich dicker.

Original Ladegerät von OnePlus mit dem Wireless Charger verbunden (Micro-USB Kabel liegt dem YooTech Charger bei), Smartphone draufgelegt und voila, es lädt. Ein Nachteil fällt allerdings gleich auf: zumindest in dieser Kombination muss das Smartphone ziemlich exakt auf dem Ladegerät liegen. Liegt es nicht perfekt oben, sieht man die Ladeleuchte immer wieder an und aus gehen. Das heißt der Ladevorgang wird immer wieder unterbrochen und das ist sicherlich nicht besonders schonend für den Akku.

Doch mit der App Ampere aus dem Google Play Store lässt sich schnell die optimale Position auf dem Pad finden. Und so kommen Ladegeschwindigkeiten zwischen 300 und 1000 mAh zustande. Das ist natürlich deutlich langsamer als mit dem USB-Kabel, insbesondere Quick charge oder Dash charging. Aber der Sinn dahinter ist ja auch nicht Schnelligkeit sondern Bequemlichkeit. Einfach zu Hause oder im Büro drauflegen und bei Bedarf schnell herunter nehmen - ohne lästiges ein- und ausstecken. Funktioniert übrigens mit vielen Android-Handys sowie mit älteren iPhones, die noch kein Wireless Charging eingebaut haben. Achtet daher auf den richtigen Anschluss: USB-C, Micro-USB oder Lightning.

Alles in allem funktioniert das Nillkin Magic Pad wie versprochen. Ich werde den Beitrag in einiger Zeit aktualisieren und schreiben, ob das Nachrüsten auch langfristig seinen Wert beweist. Jedenfalls scheinen die ca. 35 € im Moment eine günstige Investition zu sein.

Update 03.12.2018: Hama statt Nillkin und neues Ladegerät

Die Ladegeschwindigkeit war zwischendurch richtig miserabel, also habe ich quasi versucht, das ganze zu debuggen und zwei wesentliche Punkte herausgefunden:

  1. Die OnePlus DashCharger sind nicht geeignet, um die qi-Pads anzuschließen. Stattdessen sollte man ein "normales" (in diesem Fall auch kein QuickCharge) Ladegerät verwenden (Empfehlung siehe unter Links).
  2. Dar HAMA Induktions-Empfänger ist deutlich stabiler als der Nillkin, wenn auch im Schnitt etwas langsamer. Der Nillkin muss jedoch sehr genau aufliegen, um wirklich gut zu laden. Es ist immer hop oder drop, während der Hama im Schnitt immer rund 400 mA schafft.

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