5 Effizienz-Tipps die dir im neuen Jahr enorm viel Zeit sparen

Technik
von Gerhard Petermeir
Veröffentlicht am: 10.01.2022 18:43, zuletzt aktualisiert am: 11.01.2022 09:59

5 Effizienz-Tipps die dir im neuen Jahr enorm viel Zeit sparen

Das neue Jahr hat begonnen. Das bietet nicht nur Gelegenheit sich persönliche Ziele und Vorsätze vorzunehmen, sondern ist auch ein guter Zeitpunkt, eine solide Grundlage für effizientes Arbeiten zu schaffen. Hier fünf Tipps für effizientes Arbeiten im Jahr 2022.

1. Posteingang leeren

Fangen wir klassisch an, E-Mails aufräumen. Die meisten E-Mail-Programme sind so gedacht, dass der Posteingang lediglich zum Abarbeiten gedacht ist. Eigentlich sollten sich keine alten E-Mails dauerhaft im Posteingang befinden. Vielleicht hast du aber einfach kein paar E-Mails liegen lassen oder du hast es noch nie versucht, E-Mails gleich zu archivieren? Probiere es einfach mal für das Jahr 2022 aus. Archiviere (= verschiebe in einen Ordner) alle alten E-Mails. Falls du zu bestimmten E-Mails noch etwas zu erledigen hast, schreibe dir diese Info in eine To-Do-Liste oder To-Do-App. Wichtig ist aber, dass schlussendlich alle E-Mails aus dem Posteingang verschwunden sind. Der Anblick des leeren Postfaches motiviert dich das ganze Jahr über, alle E-Mails auch gleich abzuarbeiten und nie wieder E-Mail-Müll im Posteingang zu horden.

2. Newsletter abmelden

Bleiben wir bei E-Mails. Über die letzten Jahre hast du dich wahrscheinlich hier und dort auf irgendwelchen Websites angemeldet, die dir jetzt immer wieder mehr oder weniger erwünschte Newsletter zusenden. Der Jänner ist für mich daher klassisch der Monat des Newsletter-Abmeldens. Dabei setze ich harte Kriterien. Nur Newsletter, die ich mir wirklich WIRKLICH regelmäßig ansehe, bleiben bestehen. Alle anderen werden knallhart abgemeldet. Die Abmeldefunktion findest du üblicherweise am Ende eines jeden Newsletters.

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Viele E-Mail-Programme lassen dich aber mittlerweile auch mit einem einfachen „Unsubscribe“ Button vom Newsletter abmelden.

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3. Autofill aufräumen

Eine häufige Aufgabe ist das Ausfüllen von Online-Formularen, z.B. beim Onlineshopping. Insbesondere Kreditkarteninformationen und Adressen lassen sich aber mit der Autofill-Funktion der meisten Browser einfach automatisch ausfüllen. Doch mit der Zeit ist vielleicht die eine oder andere abgelaufene Kreditkarte übrig geblieben bzw. wurden falsche oder unvollständige Adressen gespeichert. Räume daher deine Autofill-Informationen einfach mal auf. Im Google-Chrome-Browser gehst du dazu auf die drei Punkte rechts oben, dann auf Einstellungen und dann auf Autofill. Lösche hier veraltete Kreditkarteninformationen und sinnlose Adressen. Prüfe die wenigen Adressen, die übrig bleiben noch auf Vollständigkeit und schon sparst du dir bei jedem Formular wertvolle Eingabezeit.

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In anderen Browsern funktioniert es ähnlich.

PS: Manche Adressen bzw. Zahlungsdaten werden aus Google Pay übernommen. Diese Daten kannst du dementsprechend in den Google Pay Einstellungen aktualisieren (Zahlungsmethoden bzw. Adressen) bzw. löschen.

PPS: Wenn du dir Datenschutz für 2022 zum Vorsatz nimmst, probiere mal den Brave Browser aus. Dieser ist Google Chrome sehr ähnlich und hat natürlich auch die Autofill-Funktion. Nur werden hier die Daten nicht bei einem amerikanischen Großkonzern gespeichert sondern verschlüsselt und nur für dich sichtbar. Außerdem wird lästige Werbung automatisch blockiert und es gibt sogar die Möglichkeit, die allermeisten Cookie-Banner einfach auszublenden. Mehr dazu in einem anderen Beitrag. 

4. Unnötige Benachrichtigungen deaktivieren

Jetzt kommen wir zum Handy. Mit der Zeit sammeln sich die Anwendungen, die man so aus dem Play Store bzw. App Store installiert. Und viele davon senden dir regelmäßig eine Benachrichtigung. Die News App, die 5 mal am Tag schreit, die Facebook-App, die nach Aufmerksamkeit giert, alles nervige Benachrichtigungen, die den ganzen Tag aufpoppen und nur dazu da sind, deine wertvolle Zeit zu vergeuden. Unter Android kannst du jede Benachrichtigung von „Wichtig“ auf „Andere“ stellen. Dann bimmelt dein Handy nicht mehr bei dieser Art von Benachrichtung, sondern bleibt „slient“. Oder noch besser, du schaltest sinnlose Benachrichtigungen ganz aus. Lieber einmal täglich aktiv auf Facebook und LinkedIn gehen als alle 10 Minuten durch eine Benachrichtigung gestört werden. Das kannst du über mehrere Wege erreichen. Am einfachsten ist es, wenn du lange (ca. 1 Sekunde) auf die jeweilige Benachrichtigung klickst, die du leise oder ganz ausschalten möchtest. Keine Sorge du kannst Benachrichtigungen auch immer wieder aktivieren, indem du auf die jeweiligen App-Einstellungen gehst (Meist: Lang auf das jeweilige App Symbol drücken und „App Info“ wählen oder über Einstellungen > Anwendungen).

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Und falls du einen Apfel Liebhaber bist, geh einfach in deine iOS/iPadOS Einstellungen und suche den Punkt Benachrichtigungen. Dort kannst du in ähnlicher Art und Weise einzelnen Apps die Berechtigung entziehen, dir Benachrichtigungen zu senden bzw. die Art der Benachrichtigung einstellen. 

5. Homescreen aufräumen

Ja ja und nochmal Handy. Das Smartphone wurde vom einfachen Kommunikationsgerät fast schon zum kleinen Mini-Arbeitsplatz. Daher empfehle ich dir, dass du deinen Homescreen aufräumst. Ich habe schon viele Theorien durchprobiert und bin mittlerweile auf einem ganz simplen Layout gelandet. Mein Hauptbildschirm beinhaltet meine am häufigsten verwendeten Apps, grob nach Kategorien zusammengestellt.

  1. Lösche alle Anwendungen von deinem Handy, die du sowieso nie verwendest
  2. Lege dir alle wichtigen und häufig verwendeten Anwendungen auf deinen Haupt-Homescreen
  3. Sowohl unter Android als auch unter iOS kannst du die sonstigen, selten verwendeten Apps entweder auf den weiteren Seiten ablegen oder einfach im App-Drawer (Android) bzw unter der App-Library (iOS) finden.

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Bonustipp

Tipp 5 kannst du natürlich auch auf deinen Computer umlegen. Hier kannst du das Startmenü gestalten, so dass du häufig verwendete Apps leicht findest. Auch in der Taskleiste kannst du dementsprechend häufig verwendete Anwendungen anpinnen. Und auch die Lesezeichen in deinem Browser solltest du regelmäßig aktualisieren und aufräumen. Denk einfach daran, wenn du eine Website jeden Arbeitstag einmal öffnest und ein leicht zugängliches Lesezeichen vorhanden ist, sparst du dir 200 Tage im Jahr wertvolle Klicks. Das summiert sich schon.

 



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